Wir behalten unsere Gewässer rund um die Uhr im Blick

Neue Messgeräte an unseren Gewässern schützen die Fische und entlasten unsere Gewässerwarte.

An unseren Vereinsgewässern arbeiten künftig stille Helfer: kleine Messgeräte, die Tag und Nacht die Wassertemperatur und das Umfeld im Auge behalten. So erkennen wir kritische Veränderungen früher als je zuvor, und unsere ehrenamtlichen Gewässerwarte gewinnen wertvolle Zeit zurück.

June 18, 2026
Daniel Altiparmak - Avatar Daniel Altiparmak

Warmes Wasser ist eine stille Gefahr

Unsere Gewässer verändern sich. Sommer werden heißer, Hitzeperioden länger, und das bleibt für die Fische nicht ohne Folgen. Je wärmer das Wasser wird, desto weniger Sauerstoff kann es speichern, ausgerechnet dann, wenn die Fische am meisten davon brauchen. Steigt die Temperatur über kritische Werte, kann das für ganze Bestände schnell bedrohlich werden. Das Tückische daran: Man sieht es dem Wasser von außen nicht an. Bis ein Problem mit bloßem Auge erkennbar ist, ist es oft schon zu spät. Genau hier setzen wir als Verein an, mit Technik, die uns rechtzeitig warnt.

Was sich an unseren Gewässern geändert hat

Künftig sind an mehreren unserer Gewässer kleine, robuste Messgeräte im Einsatz. Sie erfassen unter anderem die Wassertemperatur und weitere Umgebungsdaten und senden diese Werte ganz von allein an uns, auch dort, wo es weder Stromanschluss noch Internet gibt. Möglich macht das eine Funktechnik namens LoRaWAN. Man kann sie sich wie eine besonders ausdauernde Brieftaube vorstellen: Sie trägt kleine Nachrichten über weite Strecken, braucht dafür kaum Energie und kommt auch in entlegenen Ecken zuverlässig ans Ziel. So fließen die Messwerte regelmäßig zusammen, ohne dass jemand vor Ort sein muss. Aufgebaut, eingerichtet und im Blick behalten werden die Geräte von Marcus Steigenberger, Kilian Roßmann und Daniel Altiparmak, die das Projekt für unseren Verein auf den Weg gebracht haben.

Mehr Schutz für unsere Fische

Der größte Gewinn liegt in der Früherkennung. Wenn die Wassertemperatur ungewöhnlich stark steigt oder andere Werte aus dem Rahmen fallen, bemerken wir das jetzt frühzeitig, nicht erst beim nächsten Kontrollgang. Diese gewonnene Zeit ist entscheidend: Sie erlaubt es uns, ruhig und überlegt zu reagieren, bevor aus einer kritischen Lage ein echter Schaden für den Fischbestand wird. So nehmen wir unsere Verantwortung für gesunde, lebendige Gewässer ein gutes Stück ernster.

Entlastung für unsere Gewässerwarte

Bisher bedeutete die Überwachung unserer Gewässer für die ehrenamtlichen Gewässerwarte viele Fahrten, oft bei jedem Wetter, nur um an Ort und Stelle einzelne Werte abzulesen. Diese Arbeit machen die neuen Messgeräte nun in großen Teilen überflüssig. Die Werte kommen von selbst, zuverlässig und regelmäßig. Das spart Zeit und Wege und gibt unseren Gewässerwarten den Rücken frei für das, worauf es wirklich ankommt: das Beurteilen der Lage, die Pflege der Gewässer und die Entscheidungen vor Ort, die kein Gerät übernehmen kann.

Ein erster Schritt und eine Einladung

Die neuen Messgeräte sind ein wichtiger Schritt, aber sicher nicht der letzte. Schritt für Schritt möchten wir unsere Gewässer noch besser verstehen und schützen. Wer Lust hat, bei diesem Engagement für unsere Gewässer mitzuwirken, ist herzlich willkommen sich zu melden. Technikbegeisterung ist dabei kein Muss, Freude an der Natur genügt. Möglich gemacht wird das Ganze durch unsere Plattform Petri-Heil (https://petri-heil.online), die die Technik im Hintergrund bereitstellt.

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