Sechs unserer Jugendlichen haben an einem Samstag (14.03.15) an einem Rutenbaukurs teilgenommen. Dies war bereits der dritte Rutenbaukurs von mir mit unserer Jugendlichen und wurde mit großer Begeisterung angenommen.

Hier ein kurzer Bericht:
Los gings um 8.00 Uhr beim Planen Gayer mit dem Aufbau der Bänke und Tische und den Rutenbindestationen. Alle Teilnehmer waren mit großer Begeisterung pünktlich erschienen und es konnte sofort mit der Auswahl der einzelnen Komponenten begonnen werden.
Bereit hier gingen die Meinungen, ob Kork, Duplon oder ein Holzgriff verwendet werden und was für eine Farbe /Form und Größe der Rollenhalter haben sollte, auseinander. Nachdem schließlich jeder seine Komponenten vor sich liegen hatte konnte mit dem Zuschleifen und Anpassen des Korks losgelegt werden. Anschließend wurde der Rollenhalter unterwickelt, alle Teile nochmals überprüft und schließlich unter Berücksichtigung des Overlaps (Springpunkt/ Sprung) verklebt. Da es bereits Mittag war wurde nach viertelstündiger Presszeit, der Kleber noch eine ¾ Stunde trocknen gelassen, und die Konzentration voll und ganz auf das Mittagessen gerichtet. Anschließend wurde der Spitzenring verklebt und die einzelnen Bindegarnfarben ausgewählt. Auch hier gingen die Geschmäcker auseinander und es wurden auffällige Farben wie giftgrün, gold, blau, rot und lila gewählt.
Nun begann die Festlegung des untersten Rings (Bockring) und dem anschließenden Berechnen der Ringaufteilung. Die Ringe wurden mithilfe von Kabelbindern auf dem Blank (Rute) fixiert, ausgerichtet und angebunden. Dies fiel manchen Jugendlichen erstaunlich leicht andere wiederum Verzweifelten schier. Ab und zu griff ich den Jungs unter die Arme aber meist wollten sie lediglich ein Lob für ihre Arbeit. Eine Rute wurde noch mit dem Namen bewickelt und schließlich begann endlich das Lackieren der Ruten. Diesen Schritt bewältigte ich mit Nico da hier etwas Erfahrung und ein ruhiges Händchen von Nöten ist, was nach 10 Stunden Rutenbau nicht mehr ganz einfach war. Als schließlich die letzte Rute um 20.30 Uhr lackiert war und die Jugendlichen bereits das meiste zusammengeräumt hatten verließen wir um zehn vor neun die Werkstatt. Trotz eines anstrengenden und langen Tages wurde bis zum Schluss geblödelt und alle Jugendlichen waren mit dem Ergebnis ihrer Arbeit zufrieden. Am Schluss möchte ich mich für die Bereitstellung seiner Werkstatt und das entgegengebrachte Vertrauen bei unserem Vereinsmitglied S. Gayer bedanken. Ebenso Dankeschön bei unserem Verein für Speis und Trank und den kleinen finanziellen Zuschuss. Auch Erwin Dankeschön für das Besorgen der Getränke und des Essens und dessen Zubereitung. Auch im nächsten Jahr werden wir, wenn Interesse bei unseren Jugendlichen besteht, einen Rutenkurs anbieten.

Vielen Dank
K. Dürrenberger